(Deutscher Text steht unten.)
はじめに
こんにちは。ドイツ語学科 4 年の堀川ゆいみです。同じくドイツ語学科1年の狩野晋一朗です。
私たちは2025年12月13日(土)に獨協大学で開催された「第55回天野杯ドイツ語弁論大会」に出場しました。この大会は、獨協大学文化会ドイツ語会話研究会が主催しており、全国規模で長い歴史を持つドイツ語スピーチコンテストです。全国からの大学生・大学院生がドイツ語学習歴やドイツ語圏滞在歴に応じた部門に参加し、朗読や演劇、スピーチなどと様々な形式・内容で自分の考えをドイツ語で表現します。発音や文法の正確さだけでなく、スピーチの構成やテーマの独自性、そして「自分の考えをどのように伝えるか」が重視されている点が大きな特徴です。私たちは留学経験・長期間の学習歴を持つ学生が参加する第3部 フリースピーチ部門に出場しました。
第3部では、目下の問題であり示唆に富む「オーバーツーリズム」を主題に、出場者自らのテーマ設定と主張が課せられました。これらの論旨を5分以内で明らかにし、質疑応答に応える能力が問われます。
ここからは、私たちそれぞれの体験談について紹介します。

堀川ゆいみ体験談
私は 2022 年9月から1年半、3つの都市でドイツ留学を経験しました。その成果としてドイツ語検定試験であるGoethe-Zertifikat B2、ドイツ語技能検定試験準1級取得に続いて、スピーチコンテストで結果を残したい、というのが私の2025年の目標でした。現在4年生ですが、留学の影響で単位取得に遅れているため、今年度は週に3~4日大学で講義を受講し、週末にはGoethe-Institutのドイツ語クラスに通う生活を送っています。加えて、ゼミや研究科目など段階的に専門度の高まる履修科目、Goethe-Institutでの集中講義、さらにはアルバイトも並行して行っており、その中で今回このような機会をいただけたのは、ひとえに狩野さんのおかげです。 さて、スピーチコンテスト出場の決意を決めたのはいいものの、立ちはだかったのは出場要件という壁でした。大概の場合ドイツ滞在期間が1年未満に限られ、学習歴も2年未満などの基準が設けられていたのです。私は大学1年生からドイツ語を学んでおり、今年で学習4年目となります。また、滞在期間も大幅に要件を超えていました。そのため、どの大学や機関の要件にも当てはまらず悩んでいたところ、狩野さんが獨協大学の第3部フリースピーチ部門を紹介してくださいました。
私はスピーチで、「オーバーツーリズムの前向きな可能性」について話しました。オーバーツーリズムは、観光客が特定の場所に偏り、地域の生活や自然に悪い影響を与える問題としてよく取り上げられます。しかし、観光そのものは人と人をつなぐ大切な活動でもあります。そこで私は、観光の良さを生かしながら問題を減らす方法として、「観光客を一つの場所に集中させないこと」に注目しました。その解決策の一つが、「地方」に目を向けることです。日本には魅力的な地域がたくさんありますが、海外から来た観光客にはあまり知られていません。観光客が地方にも訪れるようになれば、地域の経済が活性化し、自然や生活環境を守ることにもつながります。また、観光客にとっても、より深い文化体験ができるようになります。
質疑応答は用意してきた原稿とは違い、自身のドイツ語力を真に問われる時間ではありましたが、結果として光栄にも1位を頂戴し、非常にありがたい限りです。今回の大会を通じて、自国の問題に目を向けると同時に、異言語としての伝達法やスピーチとして説得力のある構成を作る方法など、多義的な学習の機会をいただきました。ここでの経験を新たな学びと結びつけるとともに、今後も挑戦を続けていきたいと思います。
狩野晋一朗体験談
私は「観光地における言語の多様性」をテーマに、東京やベルリンのように多言語が飛び交う都市において、言葉が果たす役割について発表しました。
私は今年8月にミュンヘンで短期語学留学に参加しました。留学先でドイツ語を使って生活する中で、言葉が完璧でなくても、身振りや簡単な表現によって意思疎通ができる場面を数多く経験しました。一方で、言葉が十分に伝わらず、不安や戸惑いを感じることもありました。こうした経験から、言語の違いは課題であると同時に、人と人をつなぐきっかけにもなり得るのではないかと考えるようになりました。
そのため、本大会では自分の経験を多くの人に伝えたいと考え、このテーマを選択しました。観光地では、国籍や母語の異なる人々が同じ空間を共有しています。その中で言葉は、単なる情報伝達の手段ではなく、安心感や信頼、相互理解を生み出す重要な要素になっていると思います。流暢でなくても、手振りや身振り、そして相手を尊重する姿勢があることで、人と人との距離は縮まっていくのではないかという考えを、スピーチの中で伝えました。
原稿作成の過程では、限られた時間の中で自分の考えをどのように整理し、分かりやすいドイツ語で表現するかに苦労しました。日本語で考えた内容をそのまま訳すのではなく、ドイツ語で聞き手に伝わる構成になっているか、具体例は適切かといった点を意識しながら、何度も書き直しました。この作業を通して、「正しいドイツ語」だけでなく、「伝わるドイツ語」の大切さを強く意識するようになりました。
本番では、スピーチ後に質疑応答の時間が設けられ、審査員の先生方から質問を受けました。当日は非常に緊張しましたが、自分の考えを自分の言葉で伝えることができ、貴重な経験となりました。
また、本大会では全国のドイツ語学習者の方々と直接お会いし、さまざまな話を聞くことができたことも非常に良い経験でした。学習方法やドイツ語との向き合い方について意見を交わす中で、多くの刺激を受けました。さらに、さまざまな大学や立場でドイツ語教育に携わっている先生方ともお話しする機会があり、ドイツ語学習の広がりや奥深さを改めて実感しました。その結果、3位という評価をいただき、大変嬉しく思っております。
終わりに
天野杯ドイツ語弁論大会を通して、私たちは言語学習の意味と社会問題へと目を向けることとなりました。
言葉は単なる知識ではなく、人と人をつなぐための大切な手段です。観光もまた単なる移動や消費ではなく、異なる背景を持つ人々が出会う場であると感じています。今回のスピーチコンテストでは、他の参加者のスピーチを受けて個々人のドイツ語の世界に浸りながら、同時にドイツ語学習の刺激を受けました。
また、日本の将来を担う世代として、目下の社会問題への問題意識と、解決策について思いを巡らす非常に有意義な機会となりました。この大会で得た学びを、今後も引き続き実社会の問題について考えを巡らせながら、今後のドイツ語学習やさまざまなコミュニケーションの場に生かしていきたいと思います。
今回の大会に参加するにあたり、Lipsky先生とSato-Prinz先生には、原稿の内容や表現について多くのご指導をいただきました。先生方の丁寧なアドバイスのおかげで、自分の考えをより明確にし、自信を持って本番に臨むことができました。お二人をはじめとするドイツ語学科の諸先生方にこの場を借りて改めて心より感謝申し上げます。ありがとうございました。
堀川ゆいみ
狩野晋一朗
Mit Worten Menschen verbinden
– Unsere Erfahrungen beim 55. Amano-Pokal-Deutsch-Redewettbewerb –
Einleitung
Guten Tag, ich heiße Yuimi Horikawa und studiere im vierten Jahr Germanistik. Und ich heiße Shinichiro Karino und studiere im ersten Jahr auch Germanistik.
Am Samstag, den 13. Dezember 2025, haben wir am „55. Amano-Pokal-Deutsch-Redewettbewerb“ an der Dokkyo-Universität teilgenommen. Dieser Wettbewerb wird vom Deutschen Konversationskreis der Dokkyo-Universität organisiert und hat eine lange Tradition auf nationaler Ebene. Studierende und Graduierte aus ganz Japan nehmen je nach Lern- und Aufenthaltserfahrung in verschiedenen Kategorien teil und bringen ihre Gedanken auf Deutsch in Formen und Inhalten, etwa durch Rezitation, Theater und Reden, zum Ausdruck.
Bewertet werden nicht nur die Aussprache und die Grammatik, sondern auch der Aufbau der Rede, die Originalität des Themas und die Frage, wie gut die eigenen Gedanken vermittelt werden. Aufgrund unserer längeren Lern- und Auslandserfahrung starteten wir in der dritten Kategorie, der Freien Rede.
In dieser Kategorie mussten wir uns mit dem aktuellen und gesellschaftlich relevanten Thema „Overtourismus“ beschäftigen, ein eigenes Thema festlegen, unsere Meinung innerhalb von fünf Minuten klar darstellen sowie Fragen beantworten.
Im Folgenden berichten wir jeweils von unseren persönlichen Erfahrungen.
Erfahrungsbericht von Frau Horikawa
Ich habe von September 2022 bis anderthalb Jahre lang in drei verschiedenen Städten in Deutschland studiert. Als Ergebnis konnte ich das Goethe-Zertifikat B2 sowie das Diplom Deutsch in Japan, Stufe Pre-1, erwerben. Mein Ziel für 2025 war es, auch bei einem Redewettbewerb ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Da sich mein Studium durch den Auslandsaufenthalt etwas verzögert hat, besuche ich derzeit an drei bis vier Tagen pro Woche Vorlesungen an der Universität und nehme am Wochenende zusätzlich an Deutschkursen am Goethe-Institut teil. Außerdem habe ich Seminare, Fachkurse und einen Nebenjob. In diesem vollen Alltag verdanke ich vor allem Herrn Karino die Chance, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.
Zunächst war es schwierig, einen passenden Wettbewerb zu finden, da viele Wettbewerbe eine Aufenthaltsdauer von weniger als einem Jahr oder eine kurze Lernzeit voraussetzen. Diese Bedingungen erfüllte ich nicht mehr. Herr Karino machte mich dann auf die freie Redekategorie der dritten Gruppe an der Dokkyo-Universität aufmerksam.
In meiner Rede habe ich über die positiven Potenziale des Overtourismus gesprochen. Overtourismus wird häufig als Problem dargestellt, bei dem sich Touristen auf bestimmte Orte konzentrieren und dadurch negative Auswirkungen auf das Leben der lokalen Bevölkerung sowie auf die Natur haben. Gleichzeitig ist der Tourismus eine wichtige Aktivität, die Menschen miteinander verbindet.
Vor diesem Hintergrund habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie man die positiven Aspekte des Tourismus nutzen und zugleich seine Probleme verringern kann. Dabei habe ich den Ansatz hervorgehoben, Touristen nicht auf einen einzigen Ort zu konzentrieren. Eine mögliche Lösung besteht darin, den Blick stärker auf ländliche Regionen zu richten. In Japan gibt es viele attraktive Regionen, die für ausländische Touristen noch weitgehend unbekannt sind. Wenn mehr Touristen diese Regionen besuchen, kann dies zur Belebung der lokalen Wirtschaft beitragen und zugleich dazu führen, die Natur und das Lebensumfeld besser zu schützen. Darüber hinaus ermöglicht es den Touristen, tiefere und authentischere kulturelle Erfahrungen zu machen.
Die Fragerunde unterschied sich deutlich vom vorbereiteten Manuskript und stellte meine tatsächlichen Deutschkenntnisse auf die Probe. Umso mehr hat es mich gefreut, am Ende den ersten Platz zu erreichen. Durch diesen Wettbewerb konnte ich mich nicht nur intensiver mit den Problemen meines eigenen Landes auseinandersetzen, sondern auch vielfältige Lernerfahrungen sammeln – etwa hinsichtlich der Vermittlungsstrategien in einer Fremdsprache sowie des Aufbaus einer überzeugenden Rede. Ich möchte diese Erfahrungen mit neuen Lernprozessen verbinden und mich auch in Zukunft weiterhin neuen Herausforderungen stellen.
Erfahrungsbericht von Herrn Karino
Mein Thema war die „sprachliche Vielfalt in touristischen Städten“. Ich sprach darüber, welche Rolle Sprache in Städten wie Tokio oder Berlin spielt, in denen viele verschiedene Sprachen zu hören sind.
Im August dieses Jahres nahm ich an einem kurzen Sprachaufenthalt in München teil. Dort erlebte ich, dass Kommunikation auch mit einfachen Worten und Gesten möglich ist, selbst wenn die Sprache nicht perfekt beherrscht wird. Gleichzeitig gab es Situationen, in denen ich mich unsicher fühlte, weil ich nicht alles verstand. Diese Erfahrungen brachten mich dazu, Sprache nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance für Begegnungen zu sehen.
In touristischen Regionen teilen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen denselben Raum. Sprache vermittelt nicht nur Informationen, sondern schafft auch Vertrauen, Sicherheit und gegenseitiges Verständnis. In meiner Rede wollte ich zeigen, dass Respekt, Gesten und Offenheit dazu beitragen können, die Distanz zwischen Menschen zu verringern.
Beim Schreiben des Manuskripts war es schwierig, meine Gedanken in verständlichem Deutsch zu strukturieren. Ich achtete darauf, nicht einfach aus dem Japanischen zu übersetzen, sondern einen Aufbau zu wählen, der für deutsche Zuhörer nachvollziehbar ist. Dadurch lernte ich, wie wichtig nicht nur „korrektes“, sondern auch „verständliches“ Deutsch ist.
Am Wettbewerbstag war ich sehr nervös, konnte aber meine Meinung in eigenen Worten ausdrücken. Besonders wertvoll war auch der Austausch mit anderen Deutschlernenden aus ganz Japan sowie mit Lehrkräften verschiedener Universitäten. Am Ende erhielt ich den dritten Platz, worüber ich mich sehr gefreut habe.
Schluss
Durch den Amano-Pokal konnten wir über die Bedeutung von Sprachen und gesellschaftliche Probleme neu nachdenken. Sprache ist nicht nur Wissen, sondern auch ein wichtiges Mittel, um Menschen zu verbinden. Auch Tourismus ist mehr als Reisen und Konsum – er schafft Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen.
Dieser Wettbewerb war für uns eine wertvolle Gelegenheit, unsere Perspektiven zu erweitern und Motivation für weiteres Lernen zu gewinnen. Die gewonnenen Erkenntnisse möchten wir in unserem weiteren Studium sowie in zukünftigen Kommunikationssituationen anwenden.
Anlässlich unserer Teilnahme an diesem Wettbewerb erhielt ich von Professorinnen Frau Lipsky und Frau Sato-Prinz zahlreiche wertvolle Hinweise zum Inhalt und zur sprachlichen Gestaltung unseres Manuskripts. Dank ihrer sorgfältigen und engagierten Beratung konnte ich unsere Gedanken klarer formulieren und dem Wettbewerb mit Zuversicht entgegensehen. Ihnen beiden sowie allen Lehrenden des Fachbereichs Deutsch möchte ich an dieser Stelle erneut unseren aufrichtigen Dank aussprechen. Vielen Dank.
Yuimi Horikawa
Shinichiro Karino